Afrika Cup 2008

Austragungsort: Ghana (20. Januar bis 10. Februar)

Sieger:  Ägypten (6. Titel)

Bester Spieler: Hosni Abd-Rabou (Ägypten)

Torschützenkönig:  Samuel Eto’o (Kamerun) mit 5 Toren

Als Gastgeber und zudem als einziges afrikanisches Team, das zwei Jahre zuvor bei der WM in Deutschland die Vorrunde überstanden hatte, war Ghana einer der heißesten Anwärter auf den Titel. Zuletzt 1982 hatten die „Black Stars“ den Titel geholt, eine sehr lange Zeit für eines der großen Schwergewichte des Kontinents. Afrikas Krone musste mal wieder her. Der Start verlief nach Maß. Alle drei Gruppenspiele konnten gewonnen werden. Und auch im Viertelfinale gegen den großen Rivalen Nigeria konnte sich Ghana durchsetzen (2:1). Doch als das Land anfing fest an den Titelgewinn zu glauben, riss Kamerun um Superstar Samuel Eto’o die Westafrikaner aus allen Träumen. Im Halbfinale siegten die „Unzähmbaren Löwen“ dank des Tores von Alain N’Kong (72. Minuten) mit 1:0. Doch auch Kamerun durfte die Trophäe am Ende nicht hochhalten, denn im Finale unterlag man 0:1 gegen Titelverteidiger Ägypten. Wie schon zwei Jahre zuvor hatten die Pharaonen, die anders als Kamerun, Ghana oder die Elfenbeinküste keine Topstars von europäischen Top-Klubs in den eigenen Reihen hatten, ein beeindruckendes Turnier gespielt. Im Halbfinale wurden die Elfenbeinküste um Didier Drogba gar mit 4:1 gedemütigt. 2006 hatte Ägypten die Elefanten im Finale im Elfmeterschießen bezwungen. Überragende Akteure der Nordafrikaner waren die beiden Mittelfeldspieler Hosni Abd Rabou von Ismaily SC und Mohamed Aboutreika vom ägyptischen Rekordmeister Al Ahly Kairo, der im Finale das einzige Tor erzielte. Besonders Aboutreika sorgte mit seiner brillanten Technik für Staunen und Begeisterung. Nach dem Turnier hatte er zahlreiche Angebote aus Europa vorliegen, doch er blieb aus religiösen Gründen in der Heimat. Aboutreika ist ein tiefgläubiger Muslim und wollte nicht in ein Land wechseln, wo er seinen Glauben nicht voll und ganz hätte ausleben können bzw. in einer nicht-islamischen Gesellschaft leben. In Ägypten, ja in der gesamten arabischen Welt wird der Mittelfeldspieler bis heute wie ein Heiliger verehrt. Es ist bekannt, dass sich Aboutreika für die Armen und Schwachen einsetzt.

Gruppe A:

Ghana – Guinea 2:1

Namibia – Marokko 1:5

Guinea –  Marokko 3:2

Ghana – Namibia 1:0

Ghana – Marokko 2:0

Guinea – Namibia 1:1

PlatzLandToreDiff.Punkte
1. Ghana5:1+49
2. Guinea5:504
3. Marokko7:6+13
4. Namibia2:7-51

Gruppe B:

Nigeria – Elfenbeinküste 0:1

Mali – Benin 1:0

Elfenbeinküste – Benin 4:1

Nigeria – Mali 0:0

Nigeria – Benin 2:0

Elfenbeinküste – Mali 3:0

PlatzLand ToreDiff.Punkte
1. Elfenbeinküste8:1+79
2. Nigeria2:1+14
3. Mali 1:3-24
4. Benin1;7-60

Gruppe C:

Ägypten – Kamerun 4:2

Sudan – Sambia 0:3

Kamerun – Sambia 5:1

Ägypten – Sudan 3:0

Ägypten – Sambia 1:1

Kamerun – Sudan 3:0

PlatzLandToreDiff. Punkte
1. Ägypten8:3+57
2. Kamerun10:5+56
3. Sambia 5:6-14
4. Sudan0:9-90

Gruppe D:

Tunesien – Senegal 2:2

Südafrika –  Angola 1:1

Senegal – Angola 1:3

Tunesien – Südafrika 3:1

Tunesien – Angola 0:0

Senegal – Südafrika 1:1

PlatzLandToreDiff.Punkte
1. Tunesien5:3+25
2. Angola4:2+25
3. Senegal4:6-22
4. Südafrika3:5-22

Viertelfinale:

Ghana – Nigeria 2:1

Tunesien – Kamerun 2:3

Elfenbeinküste – Guinea 5:0

Ägypten – Angola 2:1

Halbfinale:

Ghana –  Kamerun 0:1

 Elfenbeinküste – Ägypten 1:4

Spiel um Platz 3:

Ghana – Elfenbeinküste 4:2

Finale:

Kamerun – Ägypten 0:1