Algerien gewinnt Afrika-Cup 2019 dank Bounedjahs frühem Slapstik-Tor

Foto: mohsen nabil / Shutterstock.com

Dank eines 1:0-Sieges im Endspiel gegen den Senegal ist Algerien zum zweiten Mal nach 1990 Afrikameister! Das goldene Tor fiel bereits in der dritten Minute und das auf kuriose Art und Weise. Schalkes Salif Sané, für den gelbgesperrten Kalidou Koulibaly in die Startelf gerückt, warf sich in einen Distanzschuss von Baghdad Bounedjah. Der Ball flog im hohen Bogen über Senegals Torwart Gomis, schien zunächst über das Tor zu gehen, fiel dann aber wie ein Stein runter und landete schließlich doch im Netz. Danach passierte nicht mehr allzu viel. Algerien stellte sich hinten rein und verwaltete gekonnt das Ergebnis, ohne selbst noch einmal wirklich gefährlich zu werden. Senegal biss sich an der Defensive der Wüstenfüchse die Zähne aus, kam in neunzig Minuten nur zu zwei wirklich gefährlichen Abschlüssen. Beide durch Mbaye Niang. Kurz vor der Halbzeit (39. Minute) flog ein Distanzschuss des Angreifers nur knapp am algerischen Gehäuse vorbei. Und in der 67. Minute Minute bekam Niang seine zweite große Chance, als er nach langem Ball von Gassama plötzlich rechts im Strafraum durch war. Der Angreifer umkurvte den herausstürzenden M’Bolhi, doch der Winkel wurde dann zu spitz und Niangs Abschluss ging klar über das Tor. Sieben Minuten zuvor war den Algeriern das Herz noch tiefer in die Hose gerutscht. Der kamerunische Schiedsrichter Alioum Alioum hatte auf Elfmeter für Senegal entschieden, nachdem Algeriens Abräumer Guedioura eine Flanke von Ismaila Sarr im Strafraum an den Arm bekam. Der Unparteiische revidierte seinen Pfiff jedoch nach Betrachtung der TV-Bilder am Spielfeldrand. Eine vertretbare Entscheidung: Guediouras Arm war klar an den Körper angelegt. In der Schlussphase brachte Senegal bis auf einen Distanzschuss von Sabaly, den M’Bolhi sicher parierte, nichts mehr zu Stande. Wie schon im Vorrundenspiel, das Algerien ebenfalls mit 1:0 gewann, wirkten die Westafrikaner völlig ideen- und inspirationslos. Vor allem Superstar Sadio Mané enttäuschte. Die „Löwen von Terrangha“ müssen damit weiterhin auf ihren ersten Triumph beim Afrika-Cup warten. In Algerien herrscht hingegen grenzenloser Jubel.

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