Die bisherigen Endspiele der Finalisten: Algeriens Sieg 1990 und Senegals Drama 2002



Mit Senegal und Algerien treffen im Finale des Afrika-Cups 2019 zwei Teams aufeinander, die beide zusammen auf nur drei Finalteilnahmen und einen Titel kommen. Der Senegal stand erst einmal im Endspiel, 2002. Dieses verloren die Westafrikaner gegen Kamerun um Samuel Eto’o und Rigobert Song nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen. Schon der Finaleinzug war eine große Überraschung. Auf dem Weg ins Endspiel eliminierten die „Löwem von Terrangha“ die afrikanischen Großmächte Ägypten (1:0) und Nigeria (2:1). Ein halbes Jahr später sorgte Senegal bei der WM in Südkorea und Japan für Furore, als man im Eröffnungsspiel den amtierenden Weltmeister Frankreich sensationell mit 1:0 schlug und später bis ins Viertelfinale vorstieß. Die Gesichter dieser senegalesischen Auswahl sind Angreifer El-Hadji Diouf, Papa Bouba Diop, Khalilou Fadiga, Tony Sylva, Henri Camara und Aliou Cissé, der jetzt Cheftrainer des Senegal ist. Algerien stand zweimal im Finale des Afrika-Cups. 1980 unterlag man Nigeria klar mit 0:3. Zehn Jahre später, 1990, holte man dann im eigenen Land den langersehnten ersten Titel. Wir blicken noch einmal auf das Turnier 1990 zurück.

Afrika-Cup 1990:
In den Achtzigerjahren gehörte Algerien zu den stärksten Teams in Afrika, hatte sich 1982 und 1986 für die WM qualifiziert. Eine große Leistung, durften damals doch nur zwei Teams aus Afrika teilnehmen. Doch für den Titel beim Afrika Cup hatte es gleichzeitig nie gereicht. Als entschieden wurde, dass das Kontinentalturnier 1990 in Algerien stattfindet, war klar: Es ist die große und vermutlich letzte Chance für die Goldene Generation um Starstürmer Rabah Madjer vom FC Porto, den Titel zu gewinnen. Schon im ersten Spiel machten die Algerier deutlich, dass sie dieses Mal vor heimischem Publikum endlich mit dem Pokal an der Reihe sind und deklassierten die Nigerianer, die zwei Jahre zuvor noch im Finale gestanden hatten, mit 5:1. Auch in den beiden anderen Gruppenspielen gegen die Elfenbeinküste (3:0) und Ägypten (2:0) siegten die Wüstefüchse klar. Im Halbfinale gegen Senegal musste dann schon mehr gezittert werden, die Nordafrikaner siegten knapp mit 2:1. Im Endspiel wartete erneut Nigeria. Zwar dominierten die Algerier wieder über neunzig Minuten die Partie, eine Machtdemonstration wie im Eröffnungsspiel wurde es aber nicht. Entschieden wurde das Finale durch einen herrlichen Distanzschuss von Cherif Oudjani in der 38. Minute. Algerien war endlich am Ziel seiner Träume angelangt. Überraschend: Titelverteidiger Kameruns legendäre Auswahl um Roger Milla, die wenige Monate später bei der WM 1990 als erstes afrikanisches Team ins Viertelfinale einzog, scheiterte bereits in der Vorrunde. Torschützenkönig des Afrika-Cups wurde der Algerier Djamel Menad mit vier Treffern.


Please follow and like us: