Mahrez vs. Mané: Welcher Superstar besorgt seinem Land den Titel?

Bildquelle: A.RICARDO / Shutterstock.com



Von jedem afrikanischen Superstar, der bei einem europäischen Topklub unter Vertrag steht, erwarten die Landsleute, dass er mindestens einmal in seiner Karriere das Heimatland zum Sieg beim Afrika-Cup führt. John Obi Mikel (Nigeria 2013), Yaya Touré (Elfenbeinküste 2015), Samuel Eto’o (Kamerun 2002) haben das geschafft. Andere wie Michael Essien (Ghana), Didier Drogba (Elfenbeinküste), Seydou Keita (Mali), Emmanuel Adebayor (Togo) Frederic Kanoute  (Mali), El-Hadji Diouf (Senegal) konnten ihren Soll hingegen nicht erfüllen, gingen auf Nationalmannschaftsebene leer aus. Nun kämpfen am Freitag mit Ryad Mahrez von Manchester City und Sadio Mané (28) von Liverpool erneut zwei afrikanische Superstars um die Krone Afrikas und darüber hinaus darum, für immer Legendenstatus in der Heimat zu erlangen. In Europa mag der Afrika-Cup nicht allzu große Aufmerksamkeit genießen, doch auf dem Schwarzen Kontinent ist das Turnier für viele wichtiger als eine WM. Für jeden afrikanischen Fußballer ist der Triumph beim Afrika-Cup mit dem Heimatland die absolute Krönung der Karriere. Das machte vor dem diesjährigen Turnier Mané deutlich, als er sagte, dass er den Champions-League-Titel mit Liverpool für den Afrika-Cup eintauschen würde. Senegal hat noch nie gewonnen. Bringt Mané den Cup nach Hause, wird er endgültig zum Nationalheiligen im westafrikanischen Staat. Mahrez wird ähnlich denken, weiß er doch um die Fußballverrücktheit der Landsleute und um ihre Sehnsucht nach dem zweiten Titel nach 1990.
Für beide ist es eine riesige Gelegenheit, dem Heimatland einen unvergesslichen Glücksmoment zu bescheren und die eigene Karriere mit einem Titel mit der Nationalmannschaft zu krönen. Wer weiß, ob es der Senegal bzw. Algerien in den kommenden Jahren noch einmal ins Finale schaffen. Einer von beiden wird am Ende grenzenlose Freude empfinden, der andere hadern und trauern.


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