Senegal auch dank Glück im Halbfinale

Bildquelle: A.RICARDO / Shutterstock.com



Es lief die 66. Spielminute im Viertelfinale zwischen dem Senegal und Benin, als plötzlich ganz Senegal kurz das Herz stehen blieb. Nach einem Rückspiel des eigenen Mitspielers rutschte Senegals Keeper Gomis der Ball über den Fuß und rollte gefährlich Richtung Tor. Gomis eilte verzweifelt hinterher und sah, wie das Leder nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei ins Aus rollte. Es wäre das 1:0 für den Außenseiter aus Benin gewesen und wahrscheinlich das Aus für die Senegalesen gewesen, denn die Beniner verstehen es wie keine andere Mannschaft stabil in der Defensive zu stehen. Doch der Ball rollte vorbei und wie es dann so oft im Fußball der Fall ist, fiel das Tor dann auf der anderen Seite. Nur drei Minuten nach Gomis Patzer bediente Sadio Mané nach einer schnellen Kombination Idrissa Gueye, der alleine vor dem Tor cool blieb und mit einem platzierten Schuss ins linke Eck die Führung besorgte. Das reichte den „Löwen von Terrangha“. Es blieb beim 1:0.
Die Senegalesen werden nach diesem Viertelfinale einmal kräftig durchatmen und sich die Schweißtropfen von der Stirn wischen, denn die Szene mit Gomis war nicht die einzige, in der der große Favorit großes Glück hatte. In der 26. Minute flog der Ball nach einem Freistoß des Benin nur Zentimeter am senegalesischen Tor vorbei und kurz nach der Halbzeit (48. Minute) hatte Angreifer Pote frei vor dem Kasten die Führung für den Außenseiter auf dem Fuß, brachte jedoch nur einen unplatzierten Schuss zustande, den Gomis unter sich begrub. Der Senegal war nicht unbedingt das bessere Team, eher das glücklichere. 
Das Duell der beiden westafrikanischen Länder war auch die Premiere des VAR beim Afrika-Cup. Und er machte sich gleich bezahlt. Zwei Treffer von Mané (53. Minute, 75. Minute) wurden zurecht wegen Abseits zurückgenommen. Die zweite Situation war gleichwohl eine Millimeter-Entscheidung. 
Senegal trifft im Halbfinale nun auf den Sieger der Partie Tunesien gegen Madagaskar. Benin wird hingegen nach einem starken Turnier stolz die Heimreise antreten. 


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