Tunesien beim Afrika-Cup 2019: Das Portugal Afrikas?


Beim diesjährigen Afrika-Cup hat Tunesien bislang äußerst enttäuscht. Als einer der Mitfavoriten auf den Titel angereist, holten die Nordafrikaner in der Gruppenphase keinen einzigen Sieg, zitterten sich mit drei Unentschieden bei nur zwei erzielten Toren ins Achtelfinale. Die hochgepriesene Offensive um Wahbi Khazri, die im vergangen Jahr bei der WM in Russland die Abwehrreihen von England, Belgien und Panama überwand, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Hatten viele Tunesier vor dem Beginn des Afrika-Cups große Hoffnungen, dass es mit dem zweiten Titelgewinn nach 2004 klappt, ist die Stimmung vor dem Achtelfinale gegen Ghana am Boden.
Allerdings gibt es eine Geschichte aus dem europäischen Fußball, die die Anhänger der „Adler von Karthago“ wieder optimistischer stimmen könnte. Portugal überstand bei der EM 2016 genau wie Tunesien mit drei Unentschieden glücklich die Gruppenphase und holte am Ende den Titel. Ist dieses Szenario auch für die Nordafrikaner möglich? Zumindest ist es nicht ausgeschlossen. In der Mannschaft lauert großes Potential und kommt Tunesien gegen Ghana weiter, das ebenfalls bislang nicht wirklich überzeugte, wartet mit Überraschungsteam Madagaskar ein schlagbarer Gegner im Viertelfinale. Ab dem Halbfinale ist dann ja bekanntlich alles möglich.
Für ein portugiesisches Szenario müssen allerdings die tunesischen Torhüter über sich hinauswachsen. Im ersten Spiel gegen Angola patzte Ben Mustapha, wurde daraufhin in der zweiten Partie gegen Mali durch Mouez Hassen ersetzt. Doch auch Hassen leistete sich einen Bock, darf aber wohl trotzdem weiterhin das Tor hüten. Der Schlussmann steht in der Ligue 1 bei Nizza unter Vertrag, ist dort aber nur zweite Wahl.


Please follow and like us: