Marokko vor dem Achtelfinale: Die Krux mit der Chancenverwertung


Schon vor dem Start des Afrika-Cups sagte unser marokkanischer Experte, der ehemalige Nationalspieler Abdelaziz Ahanfouf, dass die Chancenauswertung das große Probleme der „Löwen vom Atlas“ sei (Artikel hier). In der Vorrunde hat sich dies bestätigt. Marokko holte drei Siege und überzeugte spielerisch wohl wie bisher kein anderes Team, erzielte aber eben auch nur drei Tore trotz zahlreicher Chancen. Gegen Namibia im ersten Spiel brachte erst ein unglückliches Eigentor in der 89. Minute den Triumph. Gegen die Elfenbeinküste hatte man nach dem Führungstreffer von Youssef En-Nesyri in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten, den Sack zu zu machen, traf jedoch nicht und musste so bis zum Ende zittern. Und gegen Südafrika fiel das erlösende Tor wieder erst ganz spät (90. Minute Boussoufa).
Marokko ist mit seiner gigantischen Qualität im Kader, mit seinem Trainer Hervé Renard, der den Afrika-Cup bereits zweimal gewonnen hat, ohne Zweifel einer der großen Favoriten auf den Titel, doch soll der erste Sieg seit 43 Jahren her, muss man vor dem Tor, gerade in der K.o.-Phase deutlich effizienter werden. Heute treffen die Nordafrikaner im Achtelfinale (18 Uhr) auf den Benin, das in der Vorrunde dreimal Unentschieden spielte, davon zweimal 0:0. Die Westafrikaner werden sich hinten reinstellen und auf Konter lauern. So wie Südafrika und Namibia, nur das Benin noch stärker ist als die beiden Gruppengegner. Davon zeugen die Unentschieden gegen Titelverteidiger Kamerun und Ghana in der Vorrunde. Marokko muss also versuchen, den Gegner in der Anfangsphase sofort einzuschnüren und so früh wie möglich zu treffen. Denn je länger es 0:0 steht, mit jeder vergebenen Chance, wird sich der Kopf mehr und mehr einschalten, wird es immer schwieriger und schwieriger werden.

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