Ex-Gladbacher Karim Matmour exklusiv: „Wir gehören zu den Top-5 oder sogar zu den Top-3 beim Afrika-Cup“

Morgen um 22 Uhr startet Algerien gegen Kenia in den Afrika-Cup. Anders als beim letzten Turnier 2017 zählen viele Experten die Wüstenfüchse dieses Jahr nicht zu den absoluten Topfavoriten auf den Titel. Als Titelkandidaten Nummer 1 fallen am häufigsten Länder wie Gastgeber Ägypten, Marokko, Tunesien und der Senegal – Algerien gehöre zum erweiterten Kreis, sei ein Herausforderer, aber kein Topfavorit, so die Meinung vieler. Eine Meinung, die der 30-fache algerische Nationalspieler Karim Matmour keineswegs teilt. Der ehemalige Offensivmann von Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach, dem SC Freiburg und Kaiserslautern (101 Bundesligaspiele, 176 Zweitligaspiele) und WM-Teilnehmer von 2010 sprach exklusiv mit Afrika-Cup.de und räumt seinen „Wüstenfüchsen“ gute Chancen auf den Pokal ein.

„Wir gehören meiner Meinung nach zu den Top-5, oder sogar zu den Top-3 Mannschaften beim Afrika-Cup“, sagt Matmour, der gerade seine UEFA-Trainerlizenz  „A“ erfolgreich absolviert hat. „Dass Ishak Belfodil von Hoffenheim verletzungsbedingt ausfällt, halte ich nicht für ein allzu großes Problem. Denn wir sind vorne in der Sturmspitze enorm gut besetzt, besitzen mit Islam Slimani von Fenerbahce, Andy Delort von Montpellier und Baghdad Bounedjah, der in Katar bei Al Sadd spielt und in der abgelaufenen Saison in 22 Ligaspielen unglaubliche 39 Tore erzielte, drei weitere Top-Stürmer. Dahinter haben wir auch noch Riyad Mahrez, Yacine Brahimi und Sofiane Feghouli – drei geniale Offensivindividualisten. Die Offensive ist ohne Zweifel unsere große Stärke! Zum Gastgeber Ägypten haben wir eine brutale Rivalität, nicht nur sportlich. 2010 war ich selbst dabei, als in der Qualifikation zur WM in Kairo Steine auf unseren Mannschaftsbus flogen. Ich, ja alle Algerier, hoffen, dass wir unsere Rivalität beim diesjährigen Afrika-Cup fair und normal austragen können.“

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