Teamportraits Afrika-Cup 2019: Guinea-Bissau und Benin

Guinea-Bissau: Die meisten Spieler im Team sind in Portugal geboren und ausgebildet worden. Bis 1973 war Guinea-Bissau nämlich eine portugiesische Kolonie. Fußballspielen können die Jungs aus Guinea-Bissau also allemal, gilt die Jugendarbeit in Portugal doch als eine der besten in Europa. Dennoch gehört das Land eher zu den Außenseitern beim Afrika-Cup. Es ist nach 2017 erst die zweite Teilnahme am Kontinentalturnier. Die meisten Nationalspieler haben nie auf allerhöchstem Niveau gespielt. Bekanntester Spieler ist Mittelfeldmann Pelé. Er stand sogar schon beim AC Mailand Vertrag, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Die letzte Saison verbrachte er beim englischen Zweitligisten Preston North End, gehört aber eigentlich dem AS Monaco. Eigentlich könnte Guinea-Bissau deutlich stärker sein. Die Leipziger Bruma und Dayout Upamecano, Portos Mittelfeldabräumer Danilo Pereira und Angreifer Éder, der Portugal 2016 im EM-Finale gegen Gastgeber Frankreich zum Titel schoss, haben alle Wurzeln in Guinea-Buissau, entschieden sich aber alle für Portugal bzw. Frankreich (Upamecano).

Benin: Lange Zeit spielte der Benin im Fußball überhaupt keine Rolle, doch seit dem Jahrtausendwechsel haben die Westafrikaner eine tolle Entwicklung hingelegt. 2004 qualifizierte sich Benin erstmals für den Afrika-Cup, es folgten Teilnahmen 2008 und 2010. Das diesjährige Turnier in Ägypten ist bereits das vierte. Bislang war immer in der Vorrunde Schluss, jetzt wollen die Beniner den nächsten Schritt gehen und die Gruppenphase erstmals überstehen. Das wird gleichwohl ein schwieriges Unterfangen. Benin erwischte mit Ghana, Kamerun und Guinea-Bissau eine schwierige Gruppe, ist zumindest gegen erstere beiden Teams klarer Außenseiter. In der Qualifikation wurde mit einem 1:0-Sieg gegen Algerien aber schon bewiesen, dass man durchaus in der Lage ist, die Großen zu ärgern. Superstar des Teams ist Angreifer Steve Mounié. Er steht bei Premier-League-Absteiger Huddersfield unter Vertrag.

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