Teamportraits Afrika-Cup 2019: Südafrika und Namibia

Namibia: Er wird beim Afrika-Cup besonders auffallen: Namibias Angreifer Manfred Starke ist aus afrikanischer Sicht ein echter Paradiesvogel. Er ist nämlich weiß. Starke wurde in Namibia als Sohn eines deutschnamibianers und einer Niederländerin geboren, stammt aus der Jugend von Hansa Rostock und läuft aktuell in der 3. Liga für Carl Zeiss Jena auf. Öfters als dreimal wird er auf dem Feld aber wohl nicht zu sehen sein, Namibia ist einer der größten Außenseiter des Turniers. Bei der Hammergruppe mit Marokko, der Elfenbeinküste und Südafrika wäre alles andere als das Vorrundenaus eine große Überraschung. Insgesamt ist es für Namibia nach 1994 und 2008 (beide Male Vorrundenaus) die dritte Teilnahme beim Afrika-Cup.

Südafrika: Die glorreichen Zeiten, in denen Südafrika zu den ganz großen Teams Afrikas zählte, sind längst vorbei. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist man nur noch unteres Mittelmaß. Im Kader fehlt es deutlich an Qualität. Der größte Hoffnungsträger ist Angreifer Lebo Mothiba vom französischen Mittelfeldklub Straßburg. Das Überstehen der Vorrunde wäre für „Bafana Bafana“ schon ein großer Erfolg. Schon gewusst: Bis 1994 war Südafrika wegen des Apartheidregimes, das die schwarze Bevölkerung diskriminierte, von der CAF ausgeschlossen. Erstmals am Afrika-Cup nahm man 1996 teil und holte sofort den Titel. Es ist bis heute der einzige. Ein zweiter wird in Ägypten nicht hinzukommen.

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