Teamportraits Afrika-Cup 2019: Elfenbeinküste

Nach dem Titelgewinn 2015 gab es in der Mannschaft einen großen Umbruch. Die letzten aus der „goldenen Generation“ um Drogba und die Touré-Brüder traten ab, es brauchte Zeit bis sich neue Führungsspieler herauskristallisierten. So flog die Elfenbeinküste beim letzten Afrika-Cup schon in der Vorrunde raus und verpasste auch die WM in Russland. Nun ist der Umbruch vollendet und die Ivorer wieder einer der heißesten Anwärter auf den Titel. Das Team ist jung, hungrig und mit viel Talent gesegnet. Außenstürmer Nicolas Pépé (24) vom OSC Lille ist einer der gefragtesten Spieler auf dem Transfermarkt. Topklubs, unter anderem auch der FC Bayern, jagen den schnellen und abschlussstarken Angreifer. Sein Sturmpartner Wilfried Zaha (26) von Crystal Palace ist einer der am meisten unterschätzen Spieler der englischen Premier League, trifft dort seit Jahren konstant. Mittelfeldmotor Franck Kessié (22) ist Stammspieler beim AC Mailand. An seiner Seite agiert Jean-Phillipe Gbamin (23) von Mainz, der ebenfalls bereits von großen Klubs beobachtet wird. Hinten hat die Elfenbeinküste mit Eric Bailly (25) von Manchester United und Serge Aurier (26) von Champions-League-Überraschungsteam Tottenham internationale Qualität. Auf der Trainerbank sitzt mit Ibrahim Kamara (53) ein einheimischer Coach. Immer mehr afrikanische Länder vertrauen einheimischen Trainern. Es ist ein Trend zu erkennen. Früher coachten überwiegend Europäer afrikanische Nationalteams. Das ist nun anders und sehr positiv zu betrachten.

Please follow and like us: