Teamportraits Afrika-Cup 2019: Marokko

Marokkos französischer Nationalcoach Hervé Renard (50) hat den Afrika-Cup bereits zweimal gewonnen. 2012 mit Sambia, was eine absolute Sensation war, und 2015 mit der Elfenbeinküste. Renard weiß also genau, was es für den Gewinn des Kontinentaltitels braucht. Und in Marokko ist die Sehnsucht nach dem Pokal groß. Die Nordafrikaner haben den Afrika-Cup erst einmal gewonnen und das ist schon 43 Jahre her. 1976 wurde der Titel in Äthiopien geholt. Dass die Chancen auf den zweiten Triumph dieses Jahr groß sind, liegt gleichwohl nicht nur an Renard sondern auch an sehr viel Qualität im Kader. Achraf Hakimi (20) vom Bvb gilt weltweit als eines der größten Talente auf der Außenverteidigerposition. Hakim Ziyech (26) war einer der überragenden Akteure beim sensationellen Siegeszug von Ajax Amsterdam in der Champions League. Ihn jagen nun die ganz großen europäischen Topklubs. Ebenso die Schuhe für Ajax schürt der junge Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui (21), eine der Neuentdeckungen der Saison. Abwehrchef Medhi Benatia (32) spielte bei Juventus und bei Bayern, hat riesige internationale Erfahrung. Auch Younès Belhanda (29), Karim El Ahmadi (34), Schalkes Amine Harit und Nordin Amrabat (32) kennen die große Fußballbühne, liefen alle schon in der Champions League auf.
Wie viel Potenzial diese Mannschaft hat, stellte Marokko letzten Sommer bei der WM in Russland unter Beweis. Zwar flog man in der Vorrunde raus, lieferte gegen die beiden Schwergewichte Spanien (1:1) und Portugal (0:1) aber beachtliche Leistungen ab, hatte beide am Rande einer Niederlage. Der Titel ist für die „Löwen vom Atlas“ definitiv drin.

Please follow and like us: