Teamportraits Afrika-Cup 2019: Tansania und Kenia

Tansania: Tansania hat mit einer Bevölkerung von 57 Millionen die fünftgrößte Einwohnerzahl Afrikas. Doch im Fußball ist das ostafrikanische Land wahrlich keine Macht. Erst zum zweiten Mal überhaupt ist Tansania beim Afrika-Cup dabei. Bei der ersten Teilnahme 1980 flogen die „Taifa Stars“ in der Vorrunde als Gruppenletzter ohne Sieg raus. Dieses Mal droht ein ähnliches Schicksal. Zu niedrig ist die Qualität im Team. Die meisten Spieler stehen in der heimischen Liga, die selbst in Afrika als zweitklassig gilt, unter Vertrag. Zudem finden sich Spieler aus der fünften englischen und der dritten spanischen Liga. Einziger Akteur, der die große Fußballbühne etwas kennt, ist Angreifer Mbwana Samatta. Er tritt für den belgischen Topklub KRC Genk auf,, spielt regelmäßig in der Europa League. In der abgelaufenen Saison erzielte Samatta wettbewerbsübergreifend beachtliche 32 Treffer. Er alleine wird beim Afrika-Cup aber nicht ausreichen, zumal Tansania mit Algerien und Senegal zwei absolute Brocken in der Gruppe hat. Selbst gegen Kenia ist man Außenseiter.

Kenia: Laut Transfermarkt hat Kenia einen Kaderwert von rund 29 Millionen Euro, belegt damit Platz 14 unter den 24 Afrika-Cup-Teilnehmern. Davon macht das meiste aber alleine Victor Wanyama vom Champions-League-Finalisten Tottenham mit einem Marktwert von 25 Millionen Euro aus. Der zentrale Mittelfeldspieler ist die entscheidende Figur und der große Hoffnungsträger der Kenianer. Der Rest des Teams kennt die große Fußballbühne nicht. Dennoch haben die Ostafrikaner das Zeug, ein unangenehmer Gegner für die Schwergewichte Algerien und Senegal zu sein. Schon in der Qualifikation gelang Kenia ein Sieg gegen Ghana. Große Stärke des Teams ist die stabile Defensive. Mehr als das Achtelfinale dürfte es aber nicht werden.

 

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