Teamportraits Afrika-Cup 2019: Nigeria

Nach Jahren der Instabilität und Krise ist Nigeria wieder da und gehört zu den großen Favoriten auf den Titel. Das hat das westafrikanische Land dem deutschen Coach Gernot Rohr (65) zu verdanken. Als er 2016 den Trainerposten übernahm, herrschte rund um das Nationalteam Chaos. Rohr brachte wieder Disziplin und Ordnung rein und führte das Team zur WM in Russland. Dort schied Nigeria zwar wie alle afrikanischen Teams in der Vorrunde raus, machte seinen Fans mit couragierten Auftritten aber Hoffnung auf eine erfolgreiche nahe Zukunft. Nigeria schlug Island (2:0) und unterlag nur knapp Vizeweltmeister Argentinien um Lionel Messi (1:2). Es mag sein, dass die Westafrikaner nicht mehr die großen Individualisten haben wie früher Jay-jay Okocha, Rashidi Yekini oder Nwankwo Kanu und im Tor auch nicht mehr die „Katze“ Vincent Enyeama stehen, aber sie präsentieren sich wieder als eine echte Einheit. Das kann beim Afrika-Cup wichtiger sein als individuelle Qualität, wie die Vergangenheit öfters zeigte. Das letzte Turnier 2017 gewann Kamerun mit einer absoluten No-Name-Truppe. Ebenso Sambia 2012. Und Ägypten holte den Cup zwischen 2006 und 2010 sogar dreimal in Folge ohne Superstars von europäischen Topklubs. Die klangvollsten Name in Nigerias Team haben Ex-Chelsea-Akteur John Obi Mikel (aktuell Middlesbrough) und Angreifer Alex Iwobi (23) vom FC Arsenal. Bei den Londonern gehört Iwobi aber nicht zur ersten Garde. Weitere Schlüsselspieler sind Ex-Mainzer und Innenverteidiger Leon Balogun (30), Mittelfeldmotor Wilfred Ndidi (22) von Leicester City und Angreifer Odion Ighalo (29), der in China spielt.

Spielplan AFCON 2019

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