Aubameyang nie mehr für den Gabun?

Quelle: daykung / Shutterstock.com

Am Wochenende verspielte der Gabun gegen Burundi (1:1) sein Ticket für den Afrika Cup 2019, ist erstmals seit 2013 nicht beim Kontinentalturnier dabei. Nun könnte das Land  auch noch seinen mit Abstand besten Fußballer verlieren. Arsenal-Star Pierre Emerick-Aubameyang, Afrikas Fußballer des Jahres von 2017, hat gegen Burundi womöglich seinen letzten Einsatz im Nationaltrikot gehabt. Sowohl der gabunische Fußballverband als auch Aubameyang selbst ziehen eine Trennung in Erwägung.
Zwischen beiden Parteien gibt es schon länger Differenzen. Im September ernannte der Verband seinen Vater Pierre-Francois Aubameyang (80 Länderspiele für den Gabun) zum Nationalcoach, dabei hatte dieser noch gar nicht zugesagt, kämpfte zu diesem Zeitpunkt sogar mit einer Krankheit. Aubameyang Junior wetterte daraufhin in den Sozialen Medien gegen die Verbandsfunktionäre. Im Oktober weigerte sich Aubameyang am Flughaften, in den Flieger zu steigen, der das Nationalteam zum Auswärtsspiel in den Sudan bringen sollte.  Die Maschine entspräche nicht den „Standards von Topathleten“.
Nachdem es Aubameyang nun nicht schaffte, den Gabun zum Afrika Cup zu schießen, hat scheinbar auch der Verband genug vom Ex-Dortmunder. Sportminister Alain Bilie sagte, dass viele aktuelle Nationalspieler „nicht patriotisch genug“ seien und er ein neues Nationalteam aufbauen wolle. Mit „nicht patriotisch genug“ gemeint: höchstwahrscheinlich der launische Aubameyang mit seinen ständigen Querelen.
Insgesamt absolvierte der Angreifer für den Gabun 51 Länderspiele, in denen er 20 Tore erzielte. Er hätte auch für sein Geburtsland Frankreich und Spanien, das Land seiner Mutter, auflaufen können. Hat er mit dem Nationalteam Gabuns am Ende die falsche Entscheidung getroffen?

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