Mali Fantasy-Team: Mit drei Weltmeistern und Gladbachs neuer Waffe

Nach Ghana und Algerien präsentieren wir das dritte Fantasy-Team, Mali. So sähe die malische Nationalelf aus, wenn sich alle malisch-stämmigen Spieler für sie entschieden hätten.

Mamadou Samassa
(28)
Position: Tor
Verein: AC Troyes
Marktwert (Transfermarkt.de): 2,5 Millonen Euro
Der fast zwei Meter große Mamadou Samassa (1,98 Meter) spielt mit AC Troyes in der zweiten französischen Liga, hat aber auch schon einige Saisons als Stammkeeper in der Ligue 1 hinter sich.

Djibril Sidibé (26)
Position: Linksverteidiger
Verein: AS Monaco
Marktwert (Transfermarkt.de): 23 Millionen Euro
Sidibé war Teil des französischen Weltmeisterteams, kam jedoch nur einmal zum Einsatz, im dritten Gruppenspiel beim 0:0 gegen Dänemark. Beim AS Monaco ist er hingegen unangefochtene Stammkraft, kann auf beiden Abwehrseiten spielen.

Moussa Niakhaté (22)
Position: Innenverteidiger
Verein: FSV Mainz 05
Marktwert (Transfermarkt.de): 6 Millionen Euro
Sechs Millionen Euro zahlte Mainz für den 22-Jährigen an Metz in diesem Sommer. Gut investiertes Geld. Niakhaté hat sich auf Anhieb in der Innenverteidigung durchgesetzt, verpasste bislang kein einziges Ligaspiel und ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Mainzer mit bislang lediglich vier Gegentreffern die beste Defensive der Liga besitzen. Niakhate spielte bislang für die Juniorenteams Frankreich, besitzt aber auch die malische Staatsbürgerschaft.

Abdoulaye Doucouré (25)
Position: Innenverteidigung
Verein: FC Watford
Marktwert (Transfermarkt.de): 15 Millionen Euro
Der Mann vom FC Watford hat in den letzten zwei Jahren eine tolle Entwicklung durchlaufen. Auch dank ihm (7 Tore, 4 Vorlagen) schaffte Watford in der letzten Saison den Klassenerhalt und startete mit vier Siegen, unter anderem gegen Tottenham, in die neue Saison. Eigentlich fühlt sich Doucouré im defensiven Mittelfeld am wohlsten, kann dank seiner Größe (1,82) und starken Physis aber auch wie bei uns in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. Wie Niakathé spielte er bislang nur für die Juniorenauswahlteams Frankreich, könnte also noch für die malische Nationalmannschaft auflaufen. Doucouré wird immer wieder mit größeren Klubs wie Arsenal und Tottenham in Verbindung gebracht.

Hamari Traoré (26)
Position: Rechtsverteidiger
Verein: Stade Rennes
Marktwert (Transfermarkt.de): 6 Millionen Euro
Der Außenverteidiger ist unangechochtene Stammkraft beim französischen Erstligisten Stade Rennes, verpasst kaum eine Minute.

N‘Golo Kanté (27)
Position: defensives Mittelfeld
Verein: FC Chelsea
Marktwert (Transfermarkt.de): 80 Millionen Euro
Spätestens seit der WM kennt ihn jeder. Kanté, dessen Familie aus Mali kommt, ist zurzeit der vielleicht beste defensive Mittelfeldspieler der Welt, erobert Bälle und rennt so viel wie kein zweiter. Sein Stern ging 2016 auf, als er mit Leicester sensationell Meister wurde und zu Englands Spieler des Jahres gewählt wurde. Ein Jahr gewann er die Meisterschaft mit Chelsea und wurde wieder als bester Akteur auf der Insel ausgezeichnet. Als Person ist Kanté äußerst bescheiden und schüchtern. Die französischen Nationalmannschaftskollegen erzählten, dass er sich nach dem WM-Triumph und den Feierlichkeiten auf dem Rasen in Moskau nicht zu fragen traute, ob er den goldenen Pokal auch mal haben könnte.

Mousa Dembelé (31)
Position: zentrales Mittelfeld
Verein: Tottenham Hotspurs
Marktwert (Transfermarkt.de): 18 Millionen Euro
Er ist seit Jahren der Stabilitätsanker in Tottenhams Mittelfeld. Obwohl im Kader der Spurs ein Harry Kane oder Christian Eriksen zu finden sind, schwärmen die Tottenham-Spieler meist von Mousa Dembelé, denn er ist ein absolutes fußballerisches Gesamtpaket: Physisch stark, strategisch wertvoll und mit einer tollen Technik ausgestattet. Sein Vater ist aus Mali, seine Mutter Belgierin. Er entschied sich für die Europäer und wurde bei der WM in Russland Dritter.

Diadie Samassékou (22)
Position: zentrales Mittelfeld
Verein: RB Salzburg
Marktwert (Transfermarkt.de): 18 Millionen Euro
Laut Transfermarkt.de ist er mit 18 Millionen Euro der wertvollste Spieler der österreichischen Liga. Mit Red Bull brillierte der zentrale Mittelfeldspieler in der letzten Saison in der Europa League, schaffte es ins Halbfinale. Lange wird er nicht mehr in Österreich verweilen, es gibt eine Fülle von Angeboten für ihn. Mit dem 20-jährigen Amadou Haidara besitzt Red Bull ein zweites malisches Talent. Er ist ebenfalls zentraler Mittelfeldspieler, orientiert sich aber noch offensiver als Samassekou. Laut Transfermarkt liegt Haidaras Wert bei 15 Millionen Euro.

Alassane Plea (25)
Position: Linker Flügel
Verein: Borussia Mönchengladbach
Marktwert laut Transfermarkt: 23 Millionen Euro
Das war ein echter Volltreffer, den Mönchengladbach da im Sommer auf dem Transfermarkt gelandet hat. Alassane Plea, der für 23 Millionen Euro aus Nizza kam, brauchte in der Bundesliga überhaupt keine Anlaufzeit und steht nach sieben Spieltagen bereits bei fünf Toren. Im Spiel gegen die Bayern brachte er die Fohlen mit seinem wunderschönen angedrehten Schuss früh auf die Siegerstraße. Pleas Vater kommt aus Mali, seine Mutter ist Französin. Auflaufen will er künftig für den aktuellen Weltmeister. Für die Équipe Tricolore hat er bislang nur im Jugendbereich gespielt, doch wenn er so weitermacht wie bisher, dürfte eine Einladung von Didier Deschamps bald folgen.

Moussa Marega (27)
Position: Sturmzentrum
Verein: FC Porto
Marktwert (Transfermarkt.de): 19 Millionen Euro
In Portugal erzielte der wuchtige Angreifer für den FC Porto in der letzten Saison 22 Tore. Marega ist ein echter Schrank und damit ein sehr unangenehmer Gegenspieler für jeden Verteidiger. Für Mali absolvierte er bislang 16 Länderspiele.

Ousmane Dembélé (21)
Position: Rechter Flügel
Verein: FC Barcelona
Marktwert (Transfermarkt.de): 80 Millionen Euro
Er ist eines der größten Fragezeichen im Weltfußball. Wie gut ist Dembelé wirklich? 115 Millionen Euro zahlte Barcelona im letzten Sommer an den BVB für ihn, nachdem er in der Bundesliga für Furore gesorgt hatte. Den Wechsel hatte sich Dembelé durch einen Streik erzwungen. Doch bei den Katalanen verlief das erste Jahr miserabel und auch bei der WM stand er nur einmal in der Startelf Frankreichs. Deschamps kritisiert ihn immer wieder für seine Einstellung. In dieser Saison legte er sensationell bei Barca los, in den letzten Spielen präsentierte er sich aber wieder schwächer. Dembeles Vater kommt aus Mali, seine Mutter hat mauretanische und senegalesische Wurzeln.

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